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Auch schlanke Menschen können viel gefährliches Bauchfett haben - Der Umfang der Taille ist am aussagekräftigsten

Ab wann ist mein Bauch zu dick, wie hoch ist mein Risiko zu erkranken? Besonders gefährlich für den Stoffwechsel ist Bauchfett, welches als kaum sichtbare Fettpolster zwischen den Bauchorganen liegt.

Bei älteren Menschen ist das Maßband wichtiger als die Waage

Üblicherweise gilt der Body-Mass-Index (BMI) als Gradmesser für Übergewicht. Während dies für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene mittleren Alters mit ausreichender Muskelmasse ohne größere Einschränkungen zutrifft, ist der BMI für ältere Menschen, aber auch für Sportler nicht aussagekräftig. Bei älteren Menschen nimmt die Muskelmasse im Körper beständig ab, während das Gesamtgewicht fast gleich bleibt. Die Schwäche des BMI besteht darin, dass er nicht zwischen Muskelmasse und Fettmasse unterscheidet. Hier ist der Umfang der Taille der bessere Indikator. Denn mit zunehmendem Bauchfett und damit Bauchumfang steigt das Risiko, ernsthaft zu erkranken oder zu sterben.

Ab welchem "Bauchfett-Umfang" wird es gefährlich?

Bei Frauen sollte der Taillenumfang 80 cm nicht überschreiten und bei Männern nicht über 94 cm liegen. Hat das Bauchfett einen Umfang von 88 cm bei Frauen beziehungsweise 102 cm bei Männern erreicht, besteht statistisch ein deutlich erhöhtes Risiko für viele chronische Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes Typ II, Herz-Kreislauf-Leiden, Morbus Alzheimer und Krebs.

Dabei sind aber nicht die sichtbaren äußeren Fettpolster unter der Bauchhaut gefährlich, sondern die nicht sichtbaren Fettpolster zwischen den Organen, weil dort negativ stoffwechselaktive Substanzen produziert werden. Dieses innere Bauchfett verhält sich wie ein Körperorgan.

Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fett- und Muskelmasse

Genauer als der BMI (Body-Mass-Index), welcher das Verhältnis zwischen Körpergewicht und Größe beschreibt, liefert die Messung des Bauchumfangs gute Anhaltspunkte für das individuelle Risiko. Noch exakter ist die BIA (Bioelektrische-Impendanz-Analyse) eine elektrische Messapparatur zur Bestimmung der Muskel-, Fett- und Körperwasseranteile. Den tatsächlichen Anteil des Bauchfetts können allerdings nur bildgebende Verfahren wie Kernspin- oder Computertomografie darstellen.

Mit dem folgenden YMCA-Test messen Sie nicht nur den Bauchfett-Umfang. Sie benötigen Ihr Körpergewicht, Größe und Ihren Taillenumfang. Damit Sie keine Luft mitmessen, empfiehlt es sich, den Bauchfett-Umfang morgens vor dem Frühstück zu messen. Legen Sie im Stehen das Maßband in Höhe des Bauchnabels locker um die Taille. Nachdem Sie leicht ausgeatmet haben, lesen Sie den Wert am Maßband ab.

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