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Grundlagen der Nebennieren-Funktion

Die Nebennieren sind zwei kleine Drüsen ungefähr von der Größe einer Traube. Sie liegen oberhalb der Nieren. Ihre Aufgabe ist es, dem Körper bei der Stressbewältigung zu helfen und sein Überleben zu sichern. Jede Nebenniere hat zwei Bereiche. Der innere Bereich, das Mark (Modulla), steuert das vegetative (unwillkürliche) Nervensystem durch Sekretion und Regulierung zweier Hormone, des Adrenalins und des Noradrenalins. Sie sind für die „fight or flight“-Reaktion verantwortlich (= „Kampf oder Flucht“). Der äußere Bereich, die Nebennierenrinde, macht ungefähr 80 Prozent der Nebenniere aus und ist für die Produktion von über 50 verschiedenen Hormonen in drei Hauptkategorien verantwortlich: die Glukokortikoide, die Mineralkortikoide und die Sexualhormone (Androgene).

Das wichtigste Glukokortikoid ist das Cortisol. Wenn es absinkt, ist der Körper nicht mehr in der Lage, mit Stress fertig zu werden.

Mineralkortikoide wie das Aldosteron steuern das empfindliche Gleichgewicht der Minerale in den Zellen, besonders das des Natriums und des Kaliums (Elektrolyt- und Wasserhaushalt des Körpers). Daher reguliert es auch unseren Blutdruck. Stress fördert die Ausschüttung von Aldosteron, das eine vermehrte Natriumresorption bewirkt (was wiederum vermehrt Wasser in den Zellen zurückhält und zu hohem Blutdruck führt) und ebenso einen Verlust an Kalium und Magnesium. Magnesium ist in über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt. Wenn dem Körper Magensium fehlt, wird er an einer Vielzahl von krankhaften Zuständen leiden, wie zum Beispiel Herz-Rhytmus-Störungen, Gebärmutter-Zysten und Osteoporose.

Die Nebennierenrinde ist auch für die Produktion der Sexualhormone verantwortlich, wenn auch nur in geringen Mengen. Eine Ausnahme bildet DHEA, ein schwach männlich wirkendes Hormon, das in beiden Geschlechtern in großen Mengen gebildet wird. DHEA,Testosteron und Östrogen werden aus Pregnenolon gebildet, das wiederum aus Cholesterol gebildet wird.

Pregnenolon führt ebenso zur Bildung von Progesteron und stellt einen der Zwischenschritte in der Bildung von Cortisol dar. Pregnenolon ist daher eines der wichtigsten Vorstufen-Hormone die in der hormonellen Kaskade vorkommen. Lang anhaltender Pregnenolon-Mangel führt sowohl zu einer Reduzierung der Glukokortikoide als auch der Mineralkortikoide, wie Cortisol beziehungsweise Aldosteron.

Cortisol
Das wichtigste Anti-Stress-Hormon im Körper ist das Cortisol. Cortisol schützt den Körper vor exzessivem Stress durch:

Normalisierung des Blutzucker-Spiegels - Cortisol erhöht den Blutzucker-Spiegel im Körper, auf diese Weise wird dem Körper Energie zur Verfügung gestellt, um einer drohenden, körperlichen Gefahr zu entfliehen, mit dem Ziel des Überlebens. Cortisol funktioniert in Zusammenarbeit mit dem Insulin aus der Bauchspeicheldrüse, das für eine angemessene Versorgung der Zellen mit Glukose sorgt. Je mehr der Körper unter Stress steht, egal welcher Ursache, um so mehr Energie ist nötig. Cortisol ist das Hormon, was dies ermöglicht. Bei einer Nebennierenschwäche wird in frühen Entwicklungsstufen mehr Cortisol produziert. In späteren Stadien (wenn die Nebennieren sich erschöpfen) wird die Cortisolproduktion verringert und der Blutzucker-Spiegel wird zum Problem.

Entzündungshemmende Reaktion – Cortisol ist ein stark entzündungshemmender Stoff. Wenn wir eine leichte Verletzung oder eine Muskelzerrung haben, wird unsere Entzündungs-Reaktion eingeleitet, die zu Schwellung und Rötung führt. Dies ist oft bei einer Knöchel-Verstauchung oder einem Insektenstich zu sehen. Cortisol wird als Teil der Entzündungs-Reaktion ausgeschüttet. Seine Aufgabe ist es, die Schwellung und Rötung in fast allen Geweben abklingen zu lassen und zu verhindern. Diese Gegenreaktion verhindert, dass Mückenstiche immer größer werden, Bronchien und Augen von Allergien zuschwellen und dass Schwellungen zu ausgeprägt werden.

Unterdrückung des Immunsystems – Menschen mit hohen Cortisol-Spiegeln haben eine schwächere Immunabwehr. Cortisol beeinflusst fast alle Zellen, die an der Immunreaktion beteiligt sind, ganz besonders die weißen Blutkörperchen. Cortisol unterdrückt weiße Blutkörperchen, die natürlichen Killer-Zellen, die Monocyten, Makrophagen und die Mastzellen. Es unterdrückt ebenso die Autoimmunreaktion bei unbekannten Angriffen.

Gefäß-Kontraktion – Cortisol kontrahiert mittelgroße Arterien. Menschen mit niedrigem Cortisol (wie in fortgeschrittenen Stadien der Nebennierenschwäche) haben niedrigen Blutdruck und eine verminderte Reaktion auf andere Stoffe, die die Adern kontrahieren lassen. Cortisol erhöht tendenziell den Blutdruck, der durch Kalzium und Magnesium gesteuert wird.

Die Physiologie des Stresses – Menschen mit Nebennierenschwäche sind nicht stress-resistent und werden extremem Stress erliegen. Wenn sich ihr Stress erhöht, werden zunehmend höhere Cortisol-Spiegel benötigt. Wenn der Cortisol-Spiegel als Reaktion auf den Stress nicht ansteigen kann, wird es unmöglich, den Körper in einer optimalen Anti-Stress-Reaktion zu halten. Aus dieser Sicht können wir schließen, dass uns Stress „umbringt“.

Zusammenfassung: Cortisol erhält das Leben mittels zweier gegensätzlicher, aber in Beziehung zueinander stehenden Regulations-Mechanismen aufrecht: Freisetzen und Aktivieren der bestehenden Verteidigungsmechanismen des Körpers, Herunterfahren und Anpassen derselben Mechanismen, um eine Überreaktion zu vermeiden, die ernsthafte Schäden oder Zelltod verursachen könnten.

 

Die Regulierung des Cortisols

Die Drüsen der Nebennieren werden durch die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (in Englisch abgekürzt „HPA axis“) kontrolliert. Es gibt eine negative Rückkopplung, die die Ausschüttung der Nebennieren-Hormone unter normalen Bedingungen kontrolliert. Zum Beispiel passt die HPA-Achse die für den Körper benötigten Cortisol-Spiegel mithilfe eines Hormons an, das ACTH genannt wird. ACTH wird in der Hypophyse gebildet, die wiederum auf Signale des Hypothalamus reagiert. Wenn sich das ACTH an die Zellen der Nebennieren setzt, wird eine Kettenreaktion innerhalb der Zellen ausgelöst. Dies führt zur Ausschüttung des Cholesterol, das in Pregnenolon, dem ersten Hormon der Nebennieren-Kaskade, umgewandelt wird. Danach wird Cortisol dem Blutkreislauf zugeführt, von wo aus es in alle Teile des Körpers und zurück zum Hypothalamus wandert, wo es gemessen wird. Dies vervollständigt die negative Rückkopplung.

Cortisol und ACTH werden nicht gleichmäßig über den Tag verteilt ausgeschüttet. Sie unterliegen einem Tagesprofil, welches die höchsten Werte um 8.00 Uhr morgens aufweist. Danach fällt es allmählich im Verlauf des Tages ab. Sporadische Spitzen können ebenso auftreten, wenn der Körper gestresst ist oder bestimmte Nahrungsmittel zu sich genommen werden. Der Cortisol-Spiegel ist zwischen Mitternacht und 4.00 Uhr morgens am niedrigsten.

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Quelle: Dr. Lam

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