Fragebögen

Informationen zu

Eigenblut-Behandlung

Quelle: Praxisbenner.de

Prinzip des Verfahrens

Die Eigenblut-Behandlung ist als Reiz-Reaktionstherapie ein klassisches naturheilkundliches Verfahren.

Dabei handelt es sich um eine unspezifische Umstimmungstherapie.

Das meist intramuskulär injizierte Eigenblut trägt Informationen, die dem Immunsystem an einem "unerwarteten" Ort präsentiert werden und Immunreaktionen auslösen, die das gesamte Abwehrsystem stimulieren. Die gesteigerte Abwehr entfaltet ihre Wirkung dann im Gesamtorganismus und kann zur Abheilung eines chronischen Prozesses führen.

Um das Immunsystem weiter anzuregen und zu modulieren, können dem Eigenblut auch beispielsweise homöopathische Zusätze beigefügt werden. Der Reiz lässt sich durch homöopathische Potenzierung noch akzentuieren.

Dabei entsteht auch ein Reiz, der das vegetative Nervensystem erfasst.

Wirkungsweise

Aus den zerfallenden Blutbestandteilen frei werdende Eiweißstoffe regen eine Immunantwort an. Die in Gang kommenden immunologischen Vorgänge werden am Anstieg der Leukozytenzahl, vermehrter Antikörperbildung und evtl. auch Temperaturanstieg sichtbar. Wie bei anderen Reiz-Reaktionsmethoden auch, kann der anfängliche Reiz zu einer sogenannten Erstverschlimmerung führen, die dann aber rasch in das Gegenteil, eine Verbesserung, umschlägt. Die Erstverschlimmerung kann auch so gesehen werden, dass sie eine chronische, nicht ausreichend durch das Immunsystem bekämpfte Krankheit in eine akute Krankheit überführt, die nun eine kräftige Immunantwort auslöst und dadurch zur Ausheilung gebracht werden kann.

Indikationsgebiete

  • Immunschwäche und Immunmodulation
  • Rekonvaleszens
  • Migräne
  • Allergien
  • akute virale und bakterielle Infektionen
  • alte und chronische Krankheitsprozesse

Chronische Entzündungen der Atemwege, des Urogenitaltraktes und der Gallenwege, sowie eine allgemeine Infektanfälligkeit sprechen gut auf eine Eigenblut-Behandlung an.
Auch vegetative Störungen werden durch die Reizantwort des vegetativen Nervensystems günstig beeinflusst.

Sämtliche Allergien können mit einer Eigenblut-Behandlung behandelt werden. Die Eigenblut-Behandlung wirkt umstimmend (modulierend) auf die körpereigene Abwehr.

Grundprinzip der Eigenblut-Behandlung bei Allergien:

Eine aufwendige Antigen-Austestung ist bei einer individuellen Eigenblut-Behandlung nicht erforderlich.
Mit der Eigenblut-Behandlung werde im akuten Krankheitsgeschehen die vorhandenen allergieauslösenden pathogenen Antikörper in ihrer Struktur modifiziert und umgewandelt und drängen durch die Reinjektion die ursprünglich pathogenen Antikörper zurück. Durch die Wiederholung der Reinjektion des modifizierten Eigenbluts wirkt dieses als Immuntraining und führt wieder zu einer „normalen Antwort“ des Immunsystems auf die vorher allergieauslösende Exposition.
Begleitende therapeutische Maßnahmen (z.B. eine Darmsanierung) können im Einzelfall erforderlich sein.

Darmsanierung:
Das mukosa- assoziierte Darmwandlymphatikum (Darmschleimhaut) ist das größte immunologische System im menschlichem Organismus und leistet eine entscheidende lokale und systematische Abwehr- und Kontrollfunktion.

Bei akuten bakteriellen Infektionskrankheiten und Viruserkrankungen kann die Behandlung die konventionelle Therapie sinnvoll unterstützen, die Abheilung beschleunigen und Rezidive verhindern.

Weitere Behandlungsgebiete sind Stoffwechselkrankheiten wie Gicht und Diabetes mellitus, arterielle Durchblutungsstörungen, Leberkrankheiten, Krebsnachsorge und Hautprobleme.

Vorgehen

Aus einer Vene, meist in der Ellenbeuge, werden 1-2 ml Blut entnommen. Das frisch entnommene Blut wird sofort, oder nachdem es mit zugegebenen Wirkstoffen vermischt wurde, in einen Muskel (meistens in dem glutaeus max.) zurückinjiziert.

Die Injektionen erfolgen im allgemeinen 1-3 mal wöchentlich in einem Zeitraum von 6-8 Wochen oder in zeitlich größer werdenden Behandlungsintervallen. Nach einer Pause kann eine weitere Injektionsserie folgen.

Eigenblut kann auch, nach besonderer Bearbeitung, oral (über den Mund) eingenommen werden, dieses Verfahren eignet sich besonders für Kinder und bei Patienten mit einer Spritzenphobie.

 

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Quelle: altehausmittel.at

Die Eigenblut-Behandlung ist eine uralte Methode zur Stärkung der Selbstheilungskräfte und der Immunabwehr, die bereits im alten China bekannt war. Auch in Deutschland wurde sie bis zur Entdeckung der Antibiotika in der Mitte des letzten Jahrhunderts in Krankenhäusern regelmäßig angewendet. Seitdem die Ärzte aufgrund ihrer zunehmenden Unwirksamkeit (= Resistenzentwicklung) mit Antibiotika vorsichtiger sein müssen, erlebt die Eigenblut-Behandlung ein Comeback. Gerade bei akuten und chronischen Entzündungen ist sie eine preiswerte und nebenwirkungsarme Alternative zu Antibiotika. Aber auch bei Allergien und Kopfschmerzen bringt sie sehr gute Erfolge. Informieren Sie sich hier über die verschiedenen Varianten dieser einfachen und doch hochwirksamen Methode.

Kleine Reize wirken heilsam, große machen krank

In der bekannten Berliner Universitätsklinik Charite gehörte die Eigenblut-Behandlung bis Mitte der 40er Jahre zu den Standardtherapien. Besonders der berühmte Chirurg Professor August Bier (1861 bis 1949), ein Kollege des noch berühmteren Professor Ferdinand Sauerbruch, konnte viele schwerkranke Patienten mit diesem Verfahren retten. Die bestechend einfache Idee der Eigenblut-Behandlung folgt dem so genannten Arndt-Schulz-Gesetz der Medizin: Danach wirken kleine Reize auf den Körper heilend, mittlere hemmen die Selbstheilungskräfte und große lähmen sie bzw. machen krank. Die Eigenblut-Behandlung, bei der meist nur einige Tropfen bis wenige Milliliter des eigenen Blutes wieder in die Muskulatur gespritzt oder verdünnt eingenommen werden, fordert die Immunabwehr mit kleinen Reizen heraus und aktiviert sie auf diese Weise. Denn die Immunabwehr betrachtet die durch die Blutabnahme beschädigten Blutbestandteile als Fremdkörper und bietet daher ihre ganze Kraft gegen diese Eindringlinge auf. Quasi nebenbei werden dabei auch echte" Fremdkörper wie Krankheitserreger vernichtet. Außerdem wirkt sie als Umstimmungstherapie, indem sie die Immunabwehr auf wirklich potenziell gefährliche Eiweiße prägt.

Dass die Eigenblut-Behandlung die Immunabwehr wirklich anregt, lässt sich im Labor anhand einer gestiegenen Leukozytenzahl (weiße Blutkörperchen) und vermehrten Antikörperbildung nachweisen. Die genauen Wirkmechanismen dieses Prozesses sind allerdings wissenschaftlich noch nicht bis ins Letzte geklärt.

Bei diesen Beschwerden hat sich die Eigenblut-Behandlung bewährt:

erhöhte Infektionsanfälligkeit
Allergien inkl. Bronchialasthma
Kopfschmerzen und Migräne
akute virale und bakterielle Infektionen
chronische Entzündungen, z. B. der Atem-, Harn- und Gallenwege
begleitende Krebsbehandlung, v. a. nach Chemo- und Strahlentherapie

Ganz besonders gut hat sich die Eigenblut-Behandlung bei Menschen bewährt, die jahrelang kein Fieber mehr hatten. Denn kein Fieber bekommen zu können, ist keineswegs immer ein Zeichen für eine gute Gesundheit. Im Gegenteil: Oft ist die Immunabwehr schon so geschwächt, dass sie gar nicht mehr mit Fieber auf Krankheiterreger reagieren kann. Die Infektionen köcheln" dann im Verborgenen und können sogar den Grundstein für schwere chronische Erkrankungen wie Multiple Sklerose und sogar Krebs legen. Wenn also ein jahrelang völlig fieberloser Patient nach der Eigenblutbehandlung plötzlich fiebert, ist das gewöhnlich als hervorragendes Zeichen zu werten.

Nur bei starkem Untergewicht, einer Schilddrüsenüberfunktion, einer Blutgerinnungsstörung, der Einnahme von Gerinnungshemmern sowie Erkrankungen der weißen Blutkörperchen ist die Eigenblut-Behandlung für Sie nicht geeignet.


Meist reichen schon wenige Tropfen Blut aus

Bei der einfachsten Variante der Eigenblut-Behandlung werden 1 bis 2 ml Blut mit einer sterilen Spritze aus einer Armvene entnommen und dem Patienten sofort wieder in den Gesäßmuskel injiziert. Häufig geben die Therapeuten noch Medikamente hinzu, z. B. Mistel- oder Bakterienpräparate nach Professor Enderlein oder Dr. Reckeweg, um die Immunabwehr stärker oder zielgerichtet zu stimulieren. Auch die Bestrahlung des Blutes mit UV-Licht und/oder die Anreicherung mit Sauerstoff bzw. Ozon werden häufig angewendet. Für diese große Eigenblutbehandlung entnimmt der Therapeut bis zu 1/4 l venöses Blut. Die Injektionen erfolgen meist 1- bis 3-mal wöchentlich über einen Zeitraum von bis zu 8 Wochen. Auch längere Abstände zwischen den Behandlungen sind je nach gesundheitlicher Verfassung des Patienten sinnvoll, z. B. bei geschwächtem Allgemeinzustand.

Eine homöopathische Variante: Eigenblut zum Einnehmen
Nicht nur bei Angst vor Spritzen ist das homöopathisierte Eigenblut zum Einnehmen eine gute Alternative. Bei diesem Verfahren wird Kapillarblut aus dem Ohrläppchen oder der Fingerbeere in mehreren Schritten in einer Alkohol-Wasser-Lösung verdünnt und verschüttelt (potenziert). Von diesem Mittel nehmen Sie dann nach Anweisung des Therapeuten täglich oder wöchentlich 1 bis 2 Tropfen ein. Diese sanfte Behandlung wirkt ausgesprochen tief gehend und dauerhaft. Sie empfiehlt sich besonders für Kinder und chronisch Kranke mit einer schwachen Immunabwehr.

In Gegensatz zur Eigenblut-Injektion sind die Nebenwirkungen bei der Einnahme von homöopathisiertem Eigenblut meist schwächer ausgeprägt.

Diese Nebenwirkungen können bei der Eigenblut-Behandlung auftreten:

Schwindel
Kopfschmerzen
verstärkte Müdigkeit
Fieber
Herzklopfen
Hautausschläge

Erstverschlimmerung der bestehenden Beschwerden

Diese Symptome sind gewöhnlich ein Zeichen dafür, dass die Behandlung anschlägt und die Immunabwehr reagiert. Daher wird Ihr Therapeut auch nur bei starker Ausprägung eingreifen bzw. die Behandlung abbrechen. Häufiger sind leichte lokale Beschwerden wie Blutergüsse und kleine Schwellungen an der Entnahme- und Injektionsstelle.

Da die homöopathische Eigenblutbehandlung ausgesprochen nebenwirkungsarm und trotzdem hochwirksam ist, sollten Sie diese im Zweifel einer Injektionstherapie vorziehen.

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